Da ich bis jetzt noch keine Möglichkeit hatte eine Internet Verbindung herzustellen nun ein kleiner Nachschlag..
Die Metropole verlassen, im Zug Richtung Irkutsk
Nach zwei Tagen Schienen Geflüster befinde ich mich kurz vor Omsk.
Einem wird schnell klar das Zeit keine Rolle mehr Spielt. Zumindest hat sie den Stellenwert verloren, den es in der Stadt genießt.
Alles tanzt nach seiner Pfeife und doch rennt sie einem immer davon.
Eine Ungerechtigkeit die es im Zug nicht gibt. Bei 6 Zeitzonen würde es sogar den Russen aus seinen gewohnten Bahnen werfen.
Zum Glück gibt es stets heißes Wasser und Tee kann man ja bekanntlich auch zu jeder Tageszeit trinken.
Der momentane Stand ist, das ich auf drei verschiedenen Uhren, drei unterschiedliche Zeitanzeigen ablesen kann. Wobei ich mein Handy in Moskau eingestellt habe. Allerdings halten sich Vater Tag und Mutter Nacht nicht daran, was zur Folge hat, das man pro Tag eine Stunde verliert.
Was Gestern in Moskau noch acht Uhr war, ist heute neun und morgen schon zehn!
Die Nächte werden kürzer, was mir als lang jähriges Clubmitglied der Siebenschläfer gar nicht so in den Kram passt. Mein Körper und innere Uhr halten es für ausgewogen sich, gegen zehn (Moskau Zeit), der letzten Schlaflähmungen zu entledigen. Was mir nur recht ist! Der erste Kaffee um 13 Uhr rundet die Sache dann noch ab und da Zeit im eigentlichen Sinn keine Rolle mehr spielt werde ich mich erstmal nicht dagegen wehren ..hehe
Aber ohne viel Zeit zu verlieren möchte ich direkt fortfahren und ein paar erste Eindrücke niederschreiben.
Moskau
Eine Stadt die Berlin in den Schatten stellen könnte. Größer, prachtvoller
und 3 mal so viel Verkehr!! Welcher in der rush houre selbst Bangkok als vorstadt Dörfchen aussehen lässt. Beeindruckende Paläste, Kathedralen und enorme Bauwerke prägen das Bild des alten Moskau. Mit seinen Theatern, Musen, den 2 großen Einkaufszentren und mächtigen Denkmählern, die aus kleinen Grünflächen emporragen, wirkt dieser Teil der Stadt sehr einladend… besonders für Touristen.
Nicht zu vergessen der Rote Platz.
Zwischen Leniens Grabstätte
dem historischen Museum
Kremel
und der größten, ältesten und mit abstand schönsten Einkaufsmöglichkeit Moskaus
dem GUM, befindet sich die riesige mit schwarzem Pflasterstein gesäumte Fläche, welche die St Basil Kathedrale wie ein Playmobiel Haus aussehen lässt.
Das im Herzen von Moskau stehende Wahrzeichen der Stadt ist eine beliebte Anlaufstelle für Touristen und Russen aus allen Ecken des Landes.
Unter anderem auch eine Horde Asiaten und 3 Hochzeiten!! Man musste schon fast aufpassen das man nicht auf einen Schleier tritt…
Da sich mein Aufenthalt in der großen Stadt nur auf zwei volle Tage beschränkte, hatte ich nur die Möglichkeit die Tourimap abzuklappern. Ende August werde ich mich dann aber nochmals dem neuen Moskau stellen…mit besseren Sprachkenntnissen versteht sich!
Jedoch ist mir in der kurzen Zeit eine ungewöhnlich große Pressens von Polizisten aufgefallen.
Man kann sagen das pro größerer Kreuzung ein Beamter stationiert ist. Nicht um etwa das Problem mit dem ansteigenden Verkehr in den Griff zu bekommen. Das Regelt der Russe unter sich… So weit ich das einschätzen kann patroullieren die adrett gekleideten Ordnungshüter zum einen an den Verkehrsadern und picken, nach Lust und Laune, Personen zur Kontrolle raus. Zum Anderen sorgen sie auch von zeit zu zeit für freie Strassen, damit wichtige Personen in schwarzen Limousinen unter Blaulicht mit aggressivem Fahrstiel schnellstmöglich von A nach B gelangen. Bewegt sich eine solche Kolonne von meist zwei Wagen durch Moskaus Strassen bleibt alles andere stehen und muss weichen.
